Die 16. Satzkorner Naturwanderung führte durch einen Teil der Bornimer Feldflur im Dreieck Kanalbrücke – Bornim – Sacrow-Paretzer Kanal.
10 Wanderfreunde starteten an der B 273 auf einem Plattenweg Richtung Persiusturm. Rechts abgeerntete Ackerflächen, zur Linken Weideland, wird der Weg alleeartig von teils sehr alten Linden begleitet und führt dabei über knapp 400 Meter durch ein kleines Wäldchen mit verschiedenen Laubgehölzen.
Am Persiusturm angekommen, wurde ein bisschen die Geschichte des 1844 als Teil eines königlichen Mustergutes erbauten Turmes und der nachfolgenden Gestaltung der Landschaft beleuchtet. Insbesondere der nun folgende Weg nach Norden in Richtung Fahrlander See mit seinen sehr alten und imposanten Baumriesen – vorwiegend Eichen – macht die damalige unter Peter Joseph Lenné erfolgte Gestaltung erlebbar. Ein einsamer giftiger Karbolchampignon erregte die Aufmerksamkeit. Im weiteren Umfeld sind noch weitere, zumindest teilweise erhaltene Alleen zu finden.
Nah am Sacrow-Paretzer Kanal angekommen, führt der Weg, vorbei am Kultur- und Naturcamp „Treibgut“ zunächst durch eine mystisch anmutende undurchdringliche Wildnis. Weiter geht es direkt am Kanal entlang, der 1875 erbaut und später weiter ausgebaut wurde.
Hier fand sich Gelegenheit, einige Pflanzen kennenzulernen und zu besprechen. In den Fokus rückten u. a. die invasive Kanadische Goldrute, der Rainfarn, das besonders für Pferde sehr giftige Jakobs-Greiskraut, Johanniskraut oder der Sumpfziest, dessen rübenartige Wurzel essbar ist.
Auch hier konnten die offenbar beim Kanalbau gepflanzten und jetzt mächtigen Eichen und Linden bestaunt werden. Zwischendurch wurden noch ein paar essbare Riesen-Champignons gefunden, die am häuslichen Herd dem Hitzetod erlagen. Da sich die Vegetation streckenweise ungehindert ausbreiten konnte und hier der ursprüngliche Weg auf der Dammkrone nicht begehbar war, gestaltete sich die Passage etwas ungemütlich - die Teilnehmer fühlten sich wie Hanghühner.
Schließlich wurde aber auch diese Strecke gemeistert. Im weiteren Verlauf wurden noch einige auffällige Wechsel des Bibers gesichtet, die vom Kanal zu einem parallel dazu verlaufenden Graben führten.

Vom Tyroler Graben begleitet. ging es nach gut 5 km Wanderstrecke zurück zum Ausgangspunkt.
Fazit: Eine abwechslungsreiche und interessante Tour!
Wolfgang Bivour