geschrieben von Wolfgang Bivour
Zur 13. Satzkorner Naturwanderung fanden sich am 17.04.2026 13 Interessenten vor der Dorfkirche in Nattwerder ein.
Es bot sich an, zunächst etwas über die Geschichte der kleinen Schweizer Kolonistensiedlung und ihrer Dorfkirche zu erfahren.
Dr. Dietmar Bleyl gab einen interessanten Überblick zur Gründung des Ortes 1685 und seiner 1690 geweihten Kirche mit ihrem schlichten Interieur. Dr. Bleyl führte uns in einen der Höfe, in die Kirche und durch den umgebenden Kirchhof. (Für mehr Informationen siehe www.nattwerder.de)
Nach diesem historischen Exkurs ging es aus des alten Kirchengemäuers Kühle in die sonnendurchflutete Frühlingsluft Richtung Einhaus und Wublitzbrücke. Der Weg führt entlang des Golmer Luchs, das hier ab 1934 für die Müllentsorgung Berlins genutzt wurde. Der Müll wurde von angelandeten Schiffen mit Hilfe von Wasser weit ins Land gepumpt. Bei der wegen dichtem Baum- und Buschbestandes mühsamen Durchquerung des Gebietes wird dieser Frevel schnell offensichtlich. Wegen seiner Abgeschiedenheit und der unmittelbaren Nähe zu Zernsee und Wublitz hat sich hier wieder ein hervorragendes Refugium besonders für die Vogelwelt entwickelt.
Nahe der Wublitzbrücke wurde im Juni 2025 ein Gedenkstein errichtet, der an die Ankunft der ersten Schweizer Kolonisten am 18. Juni 1685 erinnert. Nach dessen Besichtigung trat die Gruppe den Rückweg an.
Fazit: Eine schöne kleine Wandertour mit einer lehrreichen Geschichtsstunde!
Wolfgang Bivour