geschrieben von Axel Starck
Nach der Sommerpause gab es nun wieder ein neues Thema für die Satzkorner Gespräche:
Dr. Detlev Mohr hat sich in den vergangenen Monaten für die Ausbau-Historie der Autobahn "vor unserer Haustür" interessiert. Umfangreiche Recherchen in verschiedenen Archiven waren erforderlich, die verschiedenen Bauphasen für den Ausbau des Berliner Autobahn-Ringes zu beleuchten.
Die Bautätigkeit des Deutschen Reiches zur Vollendung des Autobahn-Ringes endete mit dem Beginn des Krieges an der Anschlussstelle Marquardt. Detlev Mohr konnte in seinem Vortrag eindrucksvoll illustrieren, mit welch hohem Aufwand die vielen Moorflächen für einen festen Baugrund aufbereitet werden mussten und mit welcher Technik vor fast 90 Jahren diese Arbeiten bewältigt wurden. Unterschiedliche damalige Vorstellungen zur Trassenführung in unserer Nähe bis zum "Hamburger Kreuz" (BAB10/24) waren interessante Aspekte, von denen heute kaum noch jemand wusste.
Weitere Ausführungen befassten sich mit der Trassenführung und Vollendung der Berliner Ringes in der siebziger und achtziger Jahren im Zusammenhang mit dem Bau der späteren BAB 24 nach Hamburg.
Im Anschluss seiner Ausführungen gab es Gelegenheit zum Gedankenaustausch zu diesem großen Bauvorhaben seiner Zeit. Viele Fragen auch zu den umfangreichen Archivunterlagen der damaligen Planungs- und Bauphase konnten durch Dr. Mohr beantwortet werden, wofür ihm herzlich gedankt wurde.